Volkstanz

Choreografisches-Objekt 6/7

IN BEARBEITUNG (seit Frühjahr 2017 bis voraussichtlich 2023)

-Ein Gedicht über den Intellekt-

Die Hauptinspirationsquellen sind die intuitiv geführten Interviews: Der Chor / die Choreografie von dem Choreografischen Objekt 6/7 "Volkstanz" entsteht durch die insgesamt ca. 300 intuitiv geführten Interviews die Susanne Keller mit Personen von jung bis alt, mit verschiedenen Interessen, Wesensarten und Eigenschaften durchführt. Bei den Interviews geht es darum, über etwas das einem wichtig ist, über etwas das man gerne erzählt zu sprechen. Die Grundeinstellung der Interviewführung ist es dem Gegenüber (der interviewten Person) einen Raum um zu erzählen zu geben und nur dann Fragen zu stellen, wenn sie vom Gefühl her (von Susanne Keller) oder direkt (von der Interviewten Person) verlangt werden. Auf dieser Basis entsteht ein besseres Verständnis für das Gegenüber und ein weites, wertvolles Inspirationsfeld für die Künstlerin durch das Wissen, welches jede Person in sich trägt. Das Interview wird intuitiv geführt mit dem Fokus einen essentiellen Satz heraus zu kristallisieren. Ein Satz kann auch aus einem Wort, einzelnen Wörtern oder mehreren Sätzen bestehen. Alle Sätze werden mit den interviewten Personen aufgenommen und schlussendlich dem Ganzen beigefügt (Layer-Methode). Das Ziel ist mit der so entstehenden Akustik das Summen eines Bienenschwarmes zu suggerieren, wenn es geht in einer sich auflösenden Form. Ein Klang der Gesamtheit aller geistigen Eigenschaften und Wesensarten eines sozialen Gebildes, welcher aus einem fragmentarischen Ausschnitt der Gesellschaft, der Menschheit stammt. Die geführten Interviews sind nebst Reisen nach Napoli, Bari und Matera (Süditalien) die Hauptinspirationsquellen für den Bau des Choreografischen Objektes.

Zum Bau von "Volkstanz": Das Choreografische Objekt hat einen installativen Charakter. Es wird ein Theaterbühnen ähnliches Objekt, eher rechteckig, das von allen Seiten beschaubar ist. Im Werkzentrum entstehen drei abstrakte Bienenwaben in welchen der Lautsprecher platziert ist aus dem die aus den intuitiv geführten Interviews generierte Akustik "der Chor" abgespielt wird. Das "Summen des Bienenschwarmes". Rund um die abstrakten Bienenwaben entsteht eine "emotionale Landschaft" (Fantasielandschaft) die durch die Verarbeitung der Interviews inspiriert ist. An den vier Ecken des Werks werden an einem Gerüst Vorhänge (zusammen gebunden um den Blick auf die Bühne zu gewähren) angebracht. Es werden vermutlich ausserhalb des Objektbodens, der "emotionalen Landschaft", verschiedene Elemente platziert die einen direkten Bezug zu den Bienenwaben haben. Z.B. einen Notenständer oder eine überdimensional grosse Muschel mit einer Perle drin. Als Deckenelement wird ein Wald angedeutet. Das Werk ist hauptsächlich von den Interviews, den zwei Reisen nach Süditalien und den Bienen inspiriert.

Vor und während des Bauprozesses zeichne ich Skizzen zur ersten Verarbeitung der intuitiv geführten Interviews. Die Zeichnungen dienen lediglich zur Verarbeiten der vielen Informationen und gehören letztendlich nicht zum Choreografischen Objekt "Volkstanz". Ich nenne die Skizzen die "Emotionale Landschaften" und sie sind eine Vorlage für den Umgebungsbau also die Landschaft rund um das Werkzentrum herum. Im Werkzentrum stehen drei abstrakte Bienenwaben. Folgend ein paar Eindrücke der Skizzen "Emotionale Landschaften":

susanne keller

susanne keller

susanne keller

susanne keller

susanne keller

Susanne Keller

Folgend sind Ausschnitte von den entstehenden Bodenelementen des Umgebungsbaus abgebildet welche durch die Skizzen "Emotionale Landschaften" inspiriert sind. Insgesamt entstehen sechzehn einzelne Bodenelemente welche zu einem ganzheitlichen Boden um die drei abstrakten Bienenwaben herum zusammen gefügt werden. Zwischen den einzelnen Elementen werden hellgelbe Verbindungsfugen angebracht.

susanne keller

susanne keller

susanne keller

susanne keller

susanne keller

susanne keller

susanne keller

Susanne Keller

Folgend sind die drei abstrakten Bienenwaben von der Frontansicht im "Homeatelier" abgebildet. Sie stehen schlussendlich Rücken an Rücken im Werkzentrum.

susanne keller

Wabe 1 ist schlussendlich auf der Frontseite des Werks platziert

susanne keller

Wabe 2 ist schlussendlich auf der rechten hinteren Seite des Werks platziert

susanne keller

Wabe 3 ist schlussendlich auf der linken hinteren Seite des Werks platziert

susanne keller

Ausschnitt der Wabe 3